
Vorgehen
Umsetzung einer Klimawirkungs- und Risikoanalyse
Der Nordische Skisport umfasst die Disziplinen Langlauf, Skispringen und Nordische Kombination. Biathlon ist eine Kombination aus Langlauf und Scheibenschießen. Alle Sportarten blicken auf lange Tradition zurück und entstanden in schneereichen Regionen wie Skandinavien und Sibirien (Fry, 2017). Mit dem fortschreitenden Klimawandel wird diese Abhängigkeit von Schnee jedoch zunehmend zur Herausforderung. Zahlreiche Studien prognostizieren übereinstimmend wärmere und kürzere Winter, eine geringere Schneesicherheit und einen erhöhten Beschneiungsbedarf. Dabei sind Biathlon sowie der Nordische und Para Nordische Skisport besonders betroffen, da die Trainings- und Wettkampfstützpunkte meist in mittleren Höhenlagen zwischen 700 und 1400 m. ü. NN situiert sind.
Damit Training und Wettkämpfe auch in Zukunft möglich bleiben, müssen sich die Standorte an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen. Genau hier setzt das Projekt KWRA-Ski2050 an: Eine Klimawirkungs- und Risikoanalyse zur Steigerung der Anpassungskapazität von Bundesstützpunkten im Biathlon sowie im nordischen und Para-nordischen Skisport. Ziel ist es, die Verwundbarkeit der Bundesstützpunkte gegenüber den Folgen des Klimawandels zu verringern und ihre Anpassungskapazität zu stärken.
Da sich die Auswirkungen des Klimawandels von Standort zu Standort unterscheiden, braucht es eine wissenschaftliche Methode, um diese Unterschiede systematisch zu erfassen und zu bewerten. Basierend auf dem Klimarisiko-Konzept des IPCC stellt das Climate Risk Sourcebook – entwickelt durch Eurac Research im Auftrag der giz – eine Methodik zur Durchführung der Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) mit Entwicklung von Anpassungsoptionen dar. Mit dieser Methodik soll das Projekt dazu beitragen, den Trainings- und Wettkampfbetrieb an den Bundesstützpunkten auch unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig und möglichst ganzjährig sicherzustellen.
